3 Learnings aus einer Woche Vanlife

Van am Strand

Unsere drei wichtigsten Learnings aus einer Woche Vanlife werden euch vielleicht helfen euer mobiles Zuhause, sei es ein Wohnmobil, Kastenwagen oder ein Bus, etwas sauberer zu halten.

Wir sind nun etwas mehr als eine Woche unterwegs und es kommt uns schon vor wie drei Monate. Wir haben viel erlebt und nicht alles, was uns widerfahren ist, war positiver Natur. Nach einer Woche bleiben besonders die negativen Erfahrung in Erinnerung. Da wir auf Grund dieser Rückschläge jedoch auch einiges für das vor uns liegende Jahr gelernt haben, kann man diesen auch etwas positives abgewinnen.

Haltet euch fern von Sand

Ja, die Bilder eines Vans am Strand sind schon genial und es macht auch Spaß mit seinem Zuhause direkt auf dem Strand zu parken. Allerdings bringt das auch einen gewaltigen Nachteil mit sich, den man auf diesen Bildern nicht sieht: Der Sand setzt sich überall fest!

Mit „überall“ meine ich wirklich überall! In jeder noch so kleinen Ritze findet man den Sand noch. Ich habe über 5 Stunden unser Zuhause geputzt und gesaugt, bis ich den Kampf irgendwann aufgegeben habe und hoffe, dass sich der Rest schon über das Jahr verflüchtigen wird. Den ganzen Sand werden wir wohl nie mehr aus dem Auto bekommen.

Unser Van im Sand

Besonders schmerzhaft ist der Sand, der sich Schaufelweise durch die Lufteinlässe des Kühlschranks gedrückt hat. Das meiste davon ist irgendwo hinter den Kühlschrank und dann auch hinter den Möbelbau gerutscht. Unmöglich da noch heranzukommen, ohne das gesamte Innenleben auszubauen. Ich vertraue nun darauf, dass die Erbauer schon dafür gesorgt haben, dass da unten noch irgendwo eine Öffnung ist, wo solche Dinge mit der Zeit abfließen können. Schließlich gelangt ja auch hin und wieder etwas Wasser durch die doch recht großen Öffnungen.

Tipp: Wenn ihr an den Strand fahrt, macht auf jeden Fall alle Luken dicht und die Winterklappen vor die Kühlschranköffnungen. Das hält zwar nicht alles ab, ist aber besser als gar nichts. Außerdem solltet ihr den Strand bei starkem Wind meiden. Der wirbelt nur Sand und Staub auf.

Gewittertierchen sind der natürliche Feind des Campers

Diese kleinen Biester haben mir in der Regel nie etwas ausgemacht. Aber wenn man mit einem nagelneuen Van unterwegs ist und plötzlich tausende dieser kleinen Tierchen über einen herfallen, dann wird es schnell ungemütlich. Das tückische an diesen Insekten ist, dass sie so klein sind, dass sie (noch schlimmer als der Sand) überall einen Weg hinfinden. Insektengitter an den Fenstern und Dachluken interessieren sie nicht die Bohne und auch hinter oder in die Verkleidung flüchten sich diese nervigen Zeitgenossen gerne.

Gewittertierchen im Display des Truma CP Plus

Gewittertierchen im Display des Truma CP Plus.

Das schlimmste ist aber die Tatsache, dass sie auch vor der Elektronik keinen Halt machen. In Nullkommanix laufen sie fröhlich hinter dem Display meiner Truma CP Plus Heizungssteuerung herum. Da fragt man sich doch gleich, ob die Entwickler dieser Technik den Kram, den sie dort produzieren überhaupt selbst in der Natur getestet haben.

Tipp: Die Öffnungen an Displays mit Heißkleber oder anderem Dichtmittel verschließen, damit keine kleinen Insekten sich hinter dem Display festsetzen können (werde ich zumindest tun, falls ich die da jemals wieder herausbekommen sollte).

Fettarm kochen

Nicht nur für die Gesundheit ist fettarmes Essen ein Segen. Auch euer Camper wird es euch danken. Da unsere Küche gleichzeitig unser Wohn-, Schlaf- und Arbeitszimmer ist, fühlt man sich recht schnell unwohl, wenn alles nach gebratenem Speck riecht. Auch setzt sich auf allen Gegenständen, Möbeln und Polstern mit der Zeit ein Fettfilm ab, der einfach nur noch schmierig und ekelig ist. Dieser macht sich zuerst auf den Hochglanz-Verkleidungen der Möbel bemerkbar, was aber nicht heißt, dass er nicht bereits auch überall sonst zu finden ist, nur merkt man ihn dort einfach noch nicht.

Vanlife Küche

Möge unsere Vanlife Küche immer sauber bleiben (wird sie vermutlich nicht).

Man muss aber nicht immer etwas braten um diesen Effekt zu erzielen. Auch fettige, gekochte speisen hinterlassen ihre Spuren, da der Wasserdampf das Fett überall hin transportiert. Da unser Van von Innen mit einer Art Fließ verkleidet ist, dass sich zwar abwaschen lässt, aber dadurch sicherlich nicht besser wird, haben wir uns dafür entschieden ein wenig darauf zu achte, was bei uns im Topf landet.

Tipp: Wenn es doch mal etwas deftiges sein darf, empfiehlt es sich einen Camping-Kocher oder Grill mitzunehmen, mit dem man auch draußen kochen kann. Dann bleibt die Bude garantiert sauber.

Bonus: Das Geschirr lässt sich auch einfacher abwaschen, wenn weniger Fett im Spiel ist.

Das Leben im Wohnmobil

Es sind halt völlig neue Herausforderungen, die das Leben im Wohnmobil bzw. Kastenwagen an uns stellt. Aber ich bin mir sicher, dass wir uns bald eingelebt haben und die Abläufe sich schon einspielen werden, auf dass wir auch die schönen Vorzüge dieses Lebens ein wenig mehr genießen können. Dann davon hatten wir auch schon einige. Dazu wird es aber einen gesonderten Post geben.

Von | 2017-08-15T20:10:48+00:00 15. August 2017|Tipps|6 Kommentare

6 Comments

  1. Heike Hilsmann 15. August 2017 um 14:33 Uhr - Antworten

    Wie ich schon sagte, That´s Life 😉

    Da werden noch viele Erfahrungen dazu kommen. Viele viele negative, aber sicher auch positive. Ich hoffe ihr lernt aus beiden.

  2. Lefdi 15. August 2017 um 16:54 Uhr - Antworten

    Es ist halt wie überall im Leben. Aus Fehlern lernt man einfach. Als wir mit dem Campen angefangen haben, war auch nicht alles perfekt. Aber man „lebt“ sich mit der Zeit ein und findet seinen Platz. Und auch nach Jahren lernen wir immer noch dazu. Aber das ist ja auch dass Spannende an der Sache

    • Dennis 15. August 2017 um 20:03 Uhr - Antworten

      Das kenne ich vom Wandern her. Dort lernt man auch nie aus. Auch wenn man schon tausende von km mit dem Rucksack hinter sich hat. Bei einem Auto kommt ja noch viel mehr (Technik) dazu, was schief gehen oder optimiert werden kann.

  3. Vanessa 15. August 2017 um 22:40 Uhr - Antworten

    Versuch macht kluch, drum is‘ einer nich‘ genuch 😉

  4. jasmin 29. August 2017 um 18:01 Uhr - Antworten

    Deshalb hab ich mich für einen Tranporter entschieden. Keine Lüftungslöcher in der Karosserie. Kein Gas im Bus, alles elektrisch und auf dem DachSolar. Gekocht wird draußen. Wer neben seinem Bett kocht ist selber schuld. Und im Winter hab ich ne russische Luftstandheizung du mit meinem Dieselbaus dem Tank läuft😉

    • Dennis 30. August 2017 um 10:16 Uhr - Antworten

      Klingt super! Wenn ich irgendwann mal Zeit für einen eigenen Umbau habe, dann werde ich auch einiges anders machen. Aber das wird wohl noch ein paar Jahre dauern. Hast du ein paar Bilder von deinem Wagen?

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