2 Tage Portugal und 2 Crashs

Unsere ersten beiden Tage in Portugal verliefen eher weniger nach Plan. Irgendwie haben diese Tage bei mir ein Trauma hinterlassen, dass mich bis heute in meinem Parkverhalten beeinflusst.

Tag 1: Intermaché Parkplatz

Unser erster Tag in Portugal war Waschtag. So haben wir direkt einen Intermarché mit Waschmaschinen aufgesucht. Da fast jeder Intermarché hier in Portugal auch mit Waschmaschinen bestückt ist, war dies gar kein Problem. Wir haben auch einen ausreichend dimensionierten Parkplatz gefunden und konnten uns in Windeseile an die Arbeit machen.

Als unsere Wäsche bereits im Trockner und die Einkäufe erledigt waren, sah ich einen ältere Dame neben mir ausparken. In aller Seelenruhe kam sie unserem Wohnmobil immer näher und hat auch genau in die Richtung geguckt, wo sie drohte unser Womo zu schrammen. Ich kann bis heute nicht verstehen, warum sie weitergefahren ist, als sie sah, dass es zu eng wird. Meine Winken schien Sie jedenfalls nicht wahrgenommen zu haben.

Dann passierte es auch schon. Ein unangenehmes Knarzen deutete die Berührung an und ich war auch schon draußen. Leider zu spät. Zum Glück hat sie nur meine Felge touchiert. Der größere Schaden war wohl an ihrem PKW. Einem zerbeulten und zerkratzten Kleinwagen aus dem letzten Jahrzehnt. Egal dachte ich mir. Kann jedem mal passieren.

Tag 2: Die Autobahnraststätte

Der richtige Horror kam erst am zweiten Tag in mein „Van Life“. Auf einer Autobahnraststätte, wo ich mich bzgl. der Maut erkundigen wollte, habe ich unser Wohnmobil auf einem LKW-Parkplatz abgestellt. Kaum bin ich ausgestiegen und auf dem Weg zur Tankstelle, da fährt uns auch schon ein Sattelschlepper im Rückwärtsgang aufs unseren Wagen auf.

Chrash

Kreischend und Winkend bringe ich den Fahrer zum Stoppen, der dies gar nicht gemerkt hatte. Was nun folgt sind Stunden der Frustration und des Ausfüllens von Formularen. Bis jetzt wissen wir noch nicht, wie das ganze in der Abwicklung funktioniert, wenn wir wieder in Deutschland sind. Hoffentlich bleiben wir auf keinen Folgekosten sitzen.

Den Stress und die Rennerei zu Werkstatt, Anwalt usw. werden wir trotzdem haben. Wir halten euch dahingehend auf dem Laufenden.

Es hat etwas gedauert, bis ich das alles verarbeiten konnte. Trotzdem fühle ich mich seit dem im Portugiesischen Straßenverkehr nicht wohl. Es passierte noch einige Male, dass uns fast jemand ins Auto gefahren wäre. Geschwindigkeitsbegrenzungen werden großzügig ignoriert und gewagte Überholmanöver liegen hier an der Tagesordnung. Glücklicherweise sind die Straßen hier um einiges leerer als in Deutschland.

Seit dem zweiten Tag, haben wir zum Glück keinen Unfall mehr gehabt, jedoch noch einige gesehen. Erst gestern hat unser Portugiesischer Nachbar hier auf dem Stellplatz sein Wohnmobil vor einen Baum gesetzt, der seinen Stellplatz abgrenzt. Ärgerlich soetwas, hier in Portugal aber keine Seltenheit.

Von |2017-12-11T22:46:12+00:0011. Dezember 2017|Reiseberichte|0 Kommentare

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